Wir sind mal wieder "weg"

Mittwoch, 18.05.2011

Die beiden sind schon ungeduldig, wollen auf die Bahn! Aber bis morgen früh müssen sie sich noch gedulden. Übrigens, Smarti hat einen neuen "Beförderer" bekommen, steht ganz stolz auf seinem neuen Hänger!

Donnerstag, 19.05.2011

Unsere erste Etappe heisst: Freunde in Rheinstetten besuchen.

Hier bekommen wir einen "privaten Stellplatz" zugewiesen. Da der Sohn einen Landgasthof besitzt, lassen wir uns heute abend mit heimischem Spargel verwöhnen.

Freitag, 20.05.2011

Heute morgen geht es mit unseren Freunden zu ihrer "Residenz" im tiefsten Schwarzwald. Der Anfahrtsweg ist schon abenteuerlich, vor allen Dingen darf uns auf dem Weg keiner entgegen kommen, denn wer fährt dann rückwärts zurück?

 Ich nicht!!!!

 Aber es hat geklappt und wir hatten einen super Stellplatz mit toller Aussicht.

BOB, der Baumeister? Nicht ganz, aber ich wollte immer schon mal Bagger fahren! Aber Peter, keine Angst, ich mache Dir keine Konkurrenz! Es war ein toller Tag mit einem perfekten Abschluß (......Thailand) und geschlafen haben wir wie Gott im Schwarzwald.

Dieser Herd -mein Traum- !!

Maarliiiis, die Gulaschsuppe war köstlich!

Liebe Maarlliiiiis und lieber Peter, es war toll bei Euch und vielen Dank für soviel Gastfreundschaft!

 

Samstag, 21.05.2011

Nach einem Schwarzwälder-Frühstück geht es den Berg wieder herunter. Unten am Parkplatz wartet schon einsam unser Smarti. Schnell angekoppelt und weiter geht es Richtung Süd-Frankreich.

Da wir nicht mehr auf einem Autobahnrastplatz übernachten wollen, haben wir Nähe Valence einen Campingplatz angefahren. Dieser lag richtig in der "Pampa". Auf meine Frage - wer fährt denn hier hin? Wir sind dort bestimmt alleine - sahen wir die Antwort: unsere lieben Nachbarn, die Holländer hatten diesen Platz für sich entdeckt. Er war gut belegt mit gelben Nummernschildern.

Abends gab es dann noch das Pokalfinale (5:0 für Schalke) und ein schönes Glas Wein.

Sonntag, 22.05.2011

Heute geht es nach dem Frühstück weiter. Da wir nur noch 330 km zu fahren haben, können wir es gemütlich angehen lassen. Am Nachmittag sind wir schon am Campingplatz. Hier herrschte  in der Rezeption das Chaos. Sämtliche Computer waren ausgefallen, keiner konnte sagen, wann welcher Platz frei ist oder wird! Aber gegen 17 Uhr hatte der Computerfachmann die PCs wieder im Griff und wir bekamen unseren Platz "in der ersten Reihe"

 

Montag, 23.05.2011

Nicht nur von der Sonne wurden wir geweckt, auch hatte man unseren Bürsti wiedererkannt und das "Hallo, auch wieder da?" haben wir fast den ganzen Tag vernommen. Hier ein Kaffee, dort ein Glas Wein und der Tag war fast zu kurz. Aber wir haben trotzdem noch einen Besuch bei Mimi geschafft um die traditionelle Pizza zu geniessen.

Mittwoch, 25.05.2011

Großeinkauf bei Lidl, Netto & Co.

 

Smart? Elefantenrollschuh? Rennsemmel? Lastauto?

Immer wieder sind wir und einige "Schaulustige" erstaunt, was da so alles im Kofferraum passt!

Wetter: Sonne pur, 30 Grad

27.05.2011

Was uns auffällt, immer mehr große Wohnmobile, die einen Smart mit dabei haben, haben keinen Hänger! In den Nachbarländern darf man den Smart mit einer speziellen Vorrichtung anhängen, sozusagen ein "Mitläufer". Da der Smart unter 800 kg liegt, geht er in Holland, England und Frankreich als ungebremster Hänger durch! Aber wenn schon in Holland, warum nicht dann bei uns? Wir werden uns "schlau machen"!

Aber wir gönnen unserem Smart den Luxus, nicht selber "rollen" zu müssen. ;-)

 

28.05.2011

Den Samstag haben wir für einen Hafen- und Stadtbummel genutzt.

Hier gibt es viele einladende Fischrestaurants. Die müssen wir abends unbedingt mal ausprobieren.

29.05.2011

Heute ist in Frankreich Muttertag. Überall in den Bars und Restaurants werden Rosen verteilt. So komme ich in den Genuss, in diesem Jahr zweimal "gefeiert" zu werden ;-)  

30.05.2011

Immer wieder fazinierend anzuschauen sind die großen Fischtheken in den Supermärkten. Sekündlich kommt ein leichter Sprühregen, der die Fische einschließlich Fischverkäufer berieselt.

Es geht hier zu wie am Straßenverkehrsamt. Erst zieht man eine Nummer, dann wird man aufgerufen und an einen der Verkäufer weitergeleitet um dann seinen Wunsch zu äußern. Wir entscheiden uns kurzfristig für Scampis.

Es muss am Nachmittag nicht immer Kuchen sein!

01.06.2011

Heute haben wir Besuch aus Italien bekommen! Die Schlechtwetterfront hat sich in Italien verabschiedet und bei uns niedergelassen. Obwohl wir gegen den Besuch waren, mussten wir uns mit Regen und Sturmböen bis zu 65 km/h bekannt machen. Jeder verkroch sich in seiner "Behausung", man wurde kräftig durchgeschüttelt, aber man muss auch was positives daran sehen, die Haut hatte "Ruhetag".

In der Nacht ließ der starke Wind endlich nach, aber ich glaube, den Besuch aus Italien sind wir noch nicht los.

02.06.2011

Heute bewölkt, zeitweise Regen, lange Gesichter bei den Nachbarn, aber nicht bei uns. Wir sind froh, unseren Smarti dabeizuhaben. Nach dem Frühstück wollen wir los und Sète erkunden.

Sète enstand erst im 17. Jh. Die Stadt liegt am Fuß und an den Hängen des Mont St-Clair, ein Kalkfelsen, der 175 m hoch über dem Meer aufragt. Bis zum Cap de Agde erstreckt sich ein 15 km schöner Sandstrand.

Auf dem Weg zum Gipfel des Mont St-Clair gibt es wunderschöne Ausblicke auf die Stadt Sète und Umgebung. Leider war die Sicht etwas durch den leichten Regen getrübt.

 

Die kleine Chapelle Notre-Dame-de-la-Salette oben auf dem Hügel ist ein besonderer Anziehungspunkt für Pilger.

Der Weg zurück ins Tal führt an diesem alten Seemanns-friedhof vorbei. Hier wurde auch der Dichter Paul Valèry im Juli 1945 beigesetzt. Eine leichte Gänsehaut war schon zu spüren, da bei dem leichten Nieselwetter auch kein Mensch hier unterwegs war.

 

Zurück ins Leben, der Regen hörte auf, blaue Lücken am Himmel wurden sichtbar, da stand dieser rote R4 vor einem alten Haus. Da kamen Erinnerungen auf an Manfreds erstem eigenen Auto, seine "rote Emma".

03.05.2011

Heute morgen ist sie wieder da!

 

04.06.2011

Heute haben wir besonderen Besuch bekommen! Sein Name ist Ventis, er ist ein kleiner Franzose und für sein "Rollstuhl-Frauchen" eine große Hilfe! Er hebt alles auf und öffnet jede Tür! Ausserdem wird jeder angeknurrt, der seinem Frauchen etwas böses will. Wir hatten einen tollen Grillabend mit Aufpasser Ventis, Maria, Willi, Helga und "Herrn Müller-Lüdenscheid" (Siggi).

05.06.2011

Eigentlich wollten wir um 8.00 Uhr auf der Autobahn sein, aber mittlerweile dauert das Verabschieden von den alten und neuen Freunden so ca. den halben Vormittag. Zurück wollen wir mehrere Etappen einlegen. Der Weg zurück führt uns wieder über die Brücke von Millau. Das erste Ziel soll der Stellplatz in Lapalisse sein. Den Tip haben wir von Maria & Heribert, den Piloten des Frankia-Wohnmobils bekommen.

Der Stellplatz liegt am Fuße des Schlosses von Lapalisse. Wenn uns die Tipgeber nicht gesagt hätten: "Die Zufahrt sieht eng aus, keine Panik, immer weiter fahren, man kommt super durch (Einbahnstraße)", wären wir wahrscheinlich ins Schwitzen gekommen, aber es ist kein Problem auch mit Hänger und Smarti.

06.06.2011

Wir haben eine ruhige Nacht verbracht, heute geht es weiter nach Trier. Da wir aber auch noch von einem anderen Stellplatz hier in der Nähe erfahren haben und der auf dem Weg liegt, wollen wir diesen auch anschauen, vielleicht für das nächste Mal, wenn wir hier wieder vorbeikommen.

Nach dem Frühstück geht es munter los. Nur gab es ein kleines Problem. Schwierig wird es, wenn man 3 Meinungen hat, wie man aus dem "Dörfchen" wieder herauskommt. (wegen enger Straßen).

1. Meinung Navi:       rechts, über die Brücke!

2. Meinung (ich):      kann nicht sein, sieht komisch aus!

3. Meinung (Manni): du musst links fahren!

 

Fazit: Ich bin gefahren wie ich meinte (war natürlich verkehrt)! Manfred hat geschmunzelt und meinte, wenn ich schon nicht auf ihn höre, dann doch wenigstens auf das Navi.

Aber wir sind durch Landschaften gekommen (wenden war nicht möglich), die wir sonst nicht gesehen hätten. Auch waren wir bestimmt in einigen Dörfern die Attraktion, denn wer fährt schon mit einem Wohnmobil samt Hänger hier durch! Meine größte Sorge war, sind die Kurven breit genug? Aber wir sind hervorragend durchgekommen. Gott sei Dank! Ich werde ab jetzt immer auf das Navi hören ;-)!

 

Der Stellplatz in dem Ort Digoin gefällt uns sehr gut, vor allem liegt er direkt an der Loire. Ausserdem gibt es ein Restaurant auf der anderen Straßenseite sowie kleine Geschäfte, wie Bäcker usw.!

 

Für Maria und Heribert die Koordinaten:

Stellplatz in Digoin

GPS: N 46° 28' 50'' E 3° 58' 16''

Nach einem Kaffee in dem Restaurant gegenüber geht es dann weiter nach Trier (ca. 500 km). Dort wollen wir auf dem Stellplatz Treviris direkt an der Mosel übernachten und evtl. 2 Tage bleiben.

Angekommen sind wir gegen 18.00 Uhr.

07.06.2011

Nach dem Frühstück gehts los mit dem Fahrrad durch die älteste Stadt Deutschlands. Als erstes führt uns der Weg natürlich zur Porta Nigra, eines der fünf Stadttore der Stadtmauer des späten 2. Jh nach Christus.

Sollen wir uns diesem "Krieger" zu einer Stadtführung anvertrauen?

Erstmal nicht, wir werden es auf eigene Faust versuchen. Vielleicht morgen, junger Mann!

Das gibt es wirklich, ein Parkhaus in der Innenstadt nur für Fahrräder.

Es gibt hier soviel historisches zu sehen, man kann es in jedem Reiseführer nachlesen. Aber der Industrieroboter, der vor dem Dom steht, hat uns begeistert, er schreibt in 11 Monaten komplett die Bibel ab (von Mai 2011 - März 2012).

Wir hatten den ganzen Tag Sonne, 26 Grad, aber da braut sich was zusammen. Da wir noch grillen wollen, gehts ab zum Womo!

Wir haben unsere Putensteak noch grillen können, aber jetzt gibt es Blitz und Donner!

08.06.2011

Die ganze Nacht hat der Regen auf das Womodach getrommelt. Jeder Womofahrer kennt diese "Musik" und schläft wunderbar dabei. Am Morgen war der Regen verschwunden und die Frage, wo geht es heute hin, war schnell beantwortet: ein bisschen an der Mosel entlang. Richtung Luxemburg liegt der kleine Ort Igel. Hier gibt es direkt an der B49 eine 23 m hohe Grabsäule aus dem frühen 3.Jh. Das Familien-   grabmal der Secundinier wurde wegen der römischen Bestattungsbräuche auch auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

In Wasserbillig haben wir die kleine Autofähre Santa Maria, die seit 45 Jahren in Betrieb ist (Aussage des Fährmannes), gechartert, um uns und den Smarti sicher an das andere Moselufer Oberbillig zu bringen.

Zurück am Stellplatz wurde der fahrbare Untersatz gewechselt und per Pedes ging es in die Altstadt von Trier. Manfred sagt: das artet ja fast in Streß aus! Aber wer rastet, der rostet!

Hinter der Kaiser-Wilhelm-Brücke direkt vor den Anlegestellen der Mosel- schiffe gibt es eine kleine Straße mit urigen keinen Weinlokalen. Leider war das Wetter nicht danach, um sich hier ein Glas Wein zu gönnen.

Pause auf dem Fuße des Kaisers Konstantin

Das musste heute einfach mal sein!

Smarti ist schon wieder verladen, morgen früh geht es weiter nach Enkirch an der Mosel.

 

09.06.2011

 

Der Stellplatz in Enkirch ist gut besucht. Heute geht es mit dem Smart die Mosel entlang nach Bernkastel-Kues.

Nach einem Spaziergang durch das schöne Örtchen, entschließen wir uns kurzfristig mit der "Bimmelbahn" eine Rundfahrt zu machen. Die Bimmelbahn besteht aus zwei Waggons, vorne ein Wagen in deutscher Sprache, nur mit uns besetzt, hinter uns ein Wagen in holländischer Spache, voll besetzt.

Die Bimmelbahn wagte sich ziemlich hoch in die Weinberge. Von hier hatte man einen super Ausblick auf Bernkastel-Kues. Ausserdem haben wir dabei erfahren, dass:

 

 

 ein Rebstock gleich eine Flasche Wein ist.

Zurück am Stellplatz haben wir am Abend noch einen Rebstock genossen.

10.06.2011

Auch der schönste Urlaub geht mal zu Ende.

Heute geht es wieder nach Hause.

 

Mit dem Wohnmobil sind wir 2.800 km gefahren. Der Smart hat ca. 400 km mehr auf seinem Tacho.