Gibt es den Osterhasen auch am Gardasee ?

Wir werden es herausfinden.

Gepackt ist schon.

Sonntag, 10.04.2011

Und los gehts! Ja, liebe Jutta, es war genau 11.00 Uhr, Mitteleuropäische Zeit!

Nach 220 km stressfreier Fahrt, Sonne geniessen, Beine hoch und relaxen.

Einmal Güls, immer Güls? Wir waren ja vor zwei Wochen schon hier! Nö, eigentlich nicht, aber wir warten hier auf Freunde, die morgen "einfahren". Die Zeit bis dahin nutzen wir zu einer kleinen Fahrradtour an der Mosel wobei unter anderem die Familie Ente stolz ihren Nachwuchs präsentiert.

Der perfekte Abschluß eines wunderschönen Tages war der überraschende Anruf von Manfreds Patenkind "Batti" mit der Nachricht, dass die übernächste Generation schon unterwegs ist!!

Glückwunsch Eva, mit Deiner Wette lagst Du mal wieder richtig!

Hompage aktualisiert,     E-Mails abgerufen, geskypt, den Wein ausgetrunken und dann ab ins Womo. 

Montag, 11.04.2011

Endlich, sie kommen! Denn der Grill und wir warten schon!

Frei nach dem Motto "Schlank im Schlaf" gab es Pute mit Salat!

Ja, liebe Phoenixe, es funktioniert wirklich!! Das Stück rechts war nicht für uns, das hat sich Walter schmecken lassen!

Dienstag, 12.04.2011

April, April, der macht wettermässig was er will!

Gestern noch "kurze-Hose-Sonnenwetter",

heute "dicke-Socken-Regenwetter"!

Die kurzen Sonnenintervalle lassen einen kleinen Spaziergang zum Yachthafen zu. "Wohnmobile" auf Wasser? Ne, nix für uns.

Zurück auf dem Campingplatz stand plötzlich ein Zwillingsbruder vom Bürsti auf dem Platz. Bei näherem Hinsehen stellten wir fest, auch die Österreicher haben einen guten Womogeschmack!

Es wurde ein schöner Abend, man hatte sich viel zu erzählen, "Geheimtips" wurden ausgetauscht, alles in allem, ein toller Abend.

Mittwoch, 13.04.2011

Heute die Sonnenlücken genutzt, das Navi befragt und durch Güls gefahren, Richtung Winnigen, aber die dunklen Wolken meinten, fahrt doch lieber zum Campingplatz!

Auf dem Campingplatz sind wir beim östereichischem Bürstner hängengeblieben! Liebe Rosi und Ewald, wir sehn uns wieder, wahrscheinlich in Wien oder Hamburg!

Jetzt gibt es i.M nur noch Schalke gegen Milano

Donnerstag, 14.04.2011

1.   Es kommt anders,

2.    .....als man denkt!

Heute morgen noch an der Mosel, am Mittag schon am Main!

Geplant war eigentlich Koblenz, dann Rengsdorf (wegen der Sauna)! Aber wenn während der Fahrt nach Koblenz ein "Notruf" für unsere Freunde kommt, heisst es flexibel sein, nächste Ausfahrt nehmen und Richtung Würzburg fahren.

 

Der Stellplatz (Am alten Hafen) am Main ist ok, befindet sich aber direkt an der Bahnlinie. Mal sehen, wie die Nacht wird.

Da man uns für heute "in Stich" gelassen hat, haben wir unsere Fahrräder aktiviert.

Vorbei an den Alte Kranen ging es in die Innenstadt.

Heute habe ich die Bekanntschaft von zwei "Blauzipflern" gemacht. Gewöhnungsbedürftig, aber die zwei Burschen haben mir sehr gemundet.

10 Minuten vom Stellplatz entfernt gibt es ein Frühlingsfest (bei uns nennt man das Kirmes ;-) ! Wir haben Zeit, also ab ins Vergnügen!

Schon früher konnte ich an dem Schießstand nicht vorbeigehen, so auch heute. Auf die Frage: "Manfred was brauchste?" kam die Antwort: "nen Schraubenzieher!" Gesagt, geschossen, das Objekt der Begierde war gelb und ein Schraubenzieher! Aber er hat auch 3 Euro gekostet! Was solls!

Morgen wollen wir weiter nach Bad Windsheim in die Therme. Wenn nichts dazwischenkommt!

Freitag, 15.04.2011

Die Antwort auf die Frage, wie die Nacht auf dem Stellplatz war:

"Schlaflos in Würzburg"

Der Zug- und Güterrangierverkehr führte alle zwei Minuten durch das WOMO! Dann gesellten sich auch noch feiernde junge Menschen auf dem Platz ohne irgendwelche Rücksicht auf andere Menschen, 100 Meter vom Stellplatz entfernt liegt ein Discoschiff vor Anker! Die Beschallung war grandios. Um 2.30 Uhr nachts raus aus dem Bett, ran an das Steuer und fluchtartig den Platz verlassen! Nie wieder!

Auf der Autobahn haben wir einen Rastplatz angesteuert und unseren angefangenen Schlaf fortgesetzt.

Fast ausgeschlafen geht es nach Bad Windsheim auf den Wohnmobilstellplatz Phoenix-Wohnmobilhafen. Ich glaube, wir müssen etwas Schlaf nachholen! Aber was wir bis jetzt gesehen haben, gefällt uns gut!

Bad Windsheim ist "eine Reise wert", wir haben sogar hier schon den Osterhasen gefunden!

Für morgen melden wir uns mal wieder ab, wir werden den Tag in der Franken-Therme verbringen!

Samstag, 16.04.2011

Heute waren wir den ganzen Tag saunamässig beschäftigt.

Daher gibt es nicht viel zu berichten, ausser das der Aufguss in der Panoramasauna top war, die Honigeinreibung der Haut gut tat, aber das Beste war der Salzsee. Lag man dort auf dem Rücken, hatte man Probleme, seine Beine wieder  zu erden.

Alles in allem war der Tag erholsam.

Sonntag, 17.04.2001

Heute geht die Suche nach dem Osterhasen am Gardasee weiter. Da heute keine LKWs unterwegs sind, haben wir freie Bahn. Manfreds Kommentar: Wir gleiten dahin! "Iss et nich schön"!

Bella Italia! Nach insgesamt 1.190 km begrüssen wir die italienische Sonne.

Montag, 18.04.2011

Nicht nur den Osterhasen werden wir hier suchen, auch den Hot-Spot haben wir gesucht. Wir sind fündig in dem kleinen Restaurant auf dem Camingplatz in Lazise geworden. Und es klappt hervorragend und das auch noch kostenlos!

Das Städtchen Lazise (ca.6.700 Einwohner) hat uns schon immer gefallen. Es hat bis heute sein mittelalterliches Aussehen erhalten. Ein Mauerring aus der Zeit um 1370 umschließt die Altstadt vollständig. Somit bleibt der Verkehr aus den verwinkelten Gässchen ausgeschlossen. Da schmeckt der Wein auf der Piazza nochmal so gut!

 

 

1984 waren wir zum ersten Mal hier, es hat sich im Laufe der Jahre zwar einiges getan (Strandpromenade wurde erneuert), aber der eigentliche Charakter des Städtchens hat sich erhalten.

Dienstag, 19.04.2011

Da dieser Urlaub auch in einer Art eine Erinnerung an frühere Urlaube ist, waren wir am Nachmittag in Garda. Dieses Städtchen hat von seinem Flair nichts verloren.

Die Piccolo-Bar gibt es immer noch! Liebe Petra und lieber Friedhelm, wißt Ihr noch?? Die Promenade ist noch ansprechender geworden, die kleinen Gassen haben ihren Charme behalten, aber der kleine blonde Wirbelwind, der damals vor uns herlief und in jedem Spielzeuggeschäft fündig wurde, hat uns gefehlt!

Gefragt haben wir uns, was das für ein Getränk ist, dass fast auf jedem zweiten Tisch steht! Es nennt sich "Spritz-Aporol" und schmeckte sehr erfrischend!

Bei Spagetti Pomodore haben wir den Abend bei diesem Anblick im Strandrestaurant ausklingen lassen.

Mittwoch,20.04.2011

Mittwochmorgen in Lazise, was steht an? Natürlich reiht man sich in die Karawane ein und pilgert zum Markt. Bekanntlich locken dort Stände mit  Taschen, Schuhen, Ledersachen und Porzellan, wobei letzteres nicht mehr so begehrt ist. Der Markt hat sich in den letzten zwanzig Jahren nicht groß verändert, wieso sollte er auch, solange es Frauen gibt!

Am Nachmittag stand der Ort Torri del Benaco auf unserem Plan. Er liegt auf einer Landzunge, die in den See hineinragt und man hat jeweils einen freien Blick auf die nördliche und auf die südliche Seehälfte. Der Ort wirkt sehr ruhig und beschaulich.

In der Nähe des Hafens steht die Scaligerburg, die 1383 errichtet wurde. Von der ehemaligen mächtigen Anlage blieb ein Wohngebäude und die mit Zinnen geschmückte Außenmauer mit drei Türmen erhalten. In den restaurierten Räumlichkeiten befindet sich das Museo del Castello Scaligero.

Was uns aber sehr gefiel, waren die engen gewundenen Gassen, die immer wieder malerische Durchblicke zum See haben.

Auf der Piazza gab es dann einen Espresso Macciato, aber der Versuch einen Nußeisbecher zu bekommen, scheiterte erneut (erste Versuche in Lazise und Garda schlugen auch fehl!)! Was solls, irgendwo am Gardasee werden wir bestimmt fündig werden. Manfred gibt die Hoffnung nicht auf.

 

Donnerstag, 21.04.2001

Bon giorno lieber Klaus, herzlichen Glückwunsch zu Deinem Geburtstag!! Wir werden heute abend auf Deinen Ehrentag anstossen.

Auf der Suche nach dem Nußeisbecher kam uns mittags der Gedanke - damals in Bardolino gab es doch eine Eisdiele…….? Da wir im Moment ja Urlaub haben, haben wir uns den Nachmittag freigehalten für Bardolino! Bekannt ist Bardolino vor allem wegen seinem leichten Rotwein. Außerdem ist der Ort eines der beliebtesten Ferienziele am Gardasee (laut ADAC).

Natürlich soll auch die Kultur nicht zu kurz kommen! Die Kirche San Severo haben wir uns natürlich angesehen (sie lag auf dem Weg zur Eisdiele), sie stammt aus dem 11.Jh., liegt am nördlichen Stadteingang und ist schon von weitem zu sehen. Wie alle Orte am Gardasee gibt es auch hier schöne Gässchen, sonnige Piazzen und guten Espresso. Aber der Aporol-Spritz mundet auch!

Und jetzt zum Höhepunkt des Nachmittages, wir haben ihn gefunden und bestellt, den Nußeisbecher!  Diese Suche hat zumindest jetzt schon ein positives Ende gefunden! Mille Gracie!

So wie der Becher auf dem Tisch stand, war er auch schon verputzt.

Auf der Rückfahrt nach Lazise fiel uns ein, da gab es doch mal eine kleine Bretterbude mit vorzüglichem Bardolino-Wein.

Den Weinhändler, der vor 20 Jahren schon an diesem Fleck stand, den gibt es immer noch. Die Bretterbude ist ein bisschen komfortabler geworden, aber der Weinhändler ist noch der „Alte“ und der Wein ist immer noch gut.

Walter, kommen da nicht Erinnerungen auf??

Lieber Klaus, wie du siehst, haben wir - wie versprochen - bei Sonnenuntergang auf dein Wohl angestoßen.

 

Freitag, 22.04.2011

Den Karfreitag beginnen wir aktiv. Aktiviert werden die Fahrräder, denn wir wollen uns den Campingplatz Municipale in der Stadt Lazise ansehen. Der Platz hat uns gut gefallen ist aber z.Zt. komplett ausgebucht. Einmal im Fahrradschwung geht’s weiter am Ufer des Gardasee nach Cisano, ein Vorort von Bardolino. Nach dem „Cafe Americano“ auf der kleinen Piazza geht es bergauf zurück (wir vermissen unsere E-Bikes ;-) zum Campingplatz!

Ein „Muß-Ziel“ ist in diesem Urlaub natürlich der Ort Limone. Er liegt in reizvoller Lage am nördlichen Teil des Gardasee und ist ein beliebtes Ausflugziel auch für Biker – an dieser Stelle einen Bikergruß an Geli & Berni -.

Auch wenn der Name des Ortes Limone nicht eindeutig geklärt ist, so wirbt Limone intensiv mit der Zitrusfrucht, die hier über lange Jahre angebaut wurde. Man kann heute Zitronen in jeder Form an jeder Ecke kaufen.

Hauptanziehungspunkt ist das stimmungsvolle Hafenbecken, hier gibt es Cafes, Restaurants und kleine Souvenirläden.  Besonders hat uns die autofreie Altstadt gefallen mit ihren kleinen verwinkelten Gässchen mit Resten von Zitronengärten.

Die kleine Kirche San Rocco aus dem 14. Jh liegt nördlich der Altstadt über dem See und ist über eine steile Treppe zu erreichen. Im Innern der kleinen Kirche zeigen Renaissance-Fresken Szenen aus dem Leben des hl. Rochus. Hier kann man etwas abseits des „Touristen-Rummels“ kurz verweilen, ein Licht anzünden und an alle, die nicht mehr bei uns sind, denken.

Zurück ins Leben durch die Gassen, kommen wir natürlich auch an kleine  Schmucklädchen mit schönem Silberschmuck vorbei. Nicht nur vorbei…….!!

Den Rückweg von ca. 65 km haben wir in der stolzen Zeit von 2 Stunden geschafft, was aber nicht am Smarti lag, sondern an den vielen Ausflüglern am Karfreitag!

 

 

Fazit des Tages: Viel gesehen, aber der Osterhase hält sich noch versteckt!

Samstag, 23.04.2011

Die morgendlichen Wolken mit 10 minütigem Nieselregen schrecken uns nicht ab heute das "Tor Italiens" zu besuchen. Es wird schon wieder heller.

Verona, die uralte, weltberühmte Stadt, gelegen auf beiden Seiten der Etch, war gleichsam die erste Station  für die germanischen Wandervölker, die ihre kaltnordischen Wälder verließen und über die Alpen stiegen, um sich im güldenen Sonnenschein des lieblichen Italiens zu erlustigen. (Heinrich Heine 1828, Italienreise).

Wir haben sie heute besucht und waren beeindruckt von den künstlerischen und architektonischen Kostbarkeiten. Es gibt hier soviel zu sehen, dass man wahrscheinlich mehr wie einen Tag benötigt, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen.

An der „Arena die Verona“ stand eine lange Menschenschlange, so dass wir uns gesagt haben, vielleicht später mal reinschauen!

Aber an der Via Mazzini, die beliebteste und eleganteste Einkaufsstraße konnten auch wir nicht vorbeigehen. Hier reihen sich sämtliche bekannte Modenamen aneinander ( ja  Eva, bei Louis Vuitton war ich auch, aber Taschen ab 1.000 Euro waren mir dann doch zu teuer!)

Nachdem wir auf den Spuren von Romeo und Julia waren, den berühmten Balkon besichtigt haben, haben wir in einer kleinen Seitenstraße ein kleines Lokal gefunden und uns gestärkt.

Die Eindrücke, die Verona hinterlassen hat, sind überwältigend. Man kann es eigentlich gar nicht beschreiben, man muss es selber erleben.

 

Ostersonntag, 24.04.2011

Lieber Walter, wir wünschen Dir alles Liebe zum Geburtstag und viele schöne Reisen mit deiner „Tante Fendt“!  Wir werden heute ein Gläschen Bardolino auf Dein Wohl trinken!

Übrigens, wir haben ihn gefunden! Es gibt ihn doch, den Osterhasen am Gardasee!

Wir wünschen allen ein Frohes Osterfest und seid fleißig beim Eiersuchen!

Eva, ich glaube der Osterhase war bei uns im Esszimmer!

 

Den heutigen Tag verbringen wir mit faulenzen, Beine hochlegen, Sonne geniessen, mit den Nachbarn ein "Pläuschen" halten, der Versuch mit dem Smarti zum Weinhändler zu fahren, schlug allerding fehl! Wir hatten vergessen, die Italiener haben ja auch frei, dementsprechend fing der Stau schon am Campingplatz an.

Also zurück zum Platz, und dann eben nicht zum Weinhändler!

 

Der heutige Spaziergang ins "Städle" war wie "Slalomlaufen". Man hörte plötzlich nicht nur deutsch und holländisch; italienisch war heute die Hauptsprache.  Bei diesem Fahrrad kamen Manfred Erinnerungen an "Onkel Luigi"auf, allerdings in der "Waldsiedlung"!

Zurück am Campingplatz haben wir überlegt: eine Woche hat gereicht, mal sehn, wo wir morgen unser "Domizil"! aufschlagen. Gepackt ist ja schnell!!

Ostermontag, 25.04.2011

Gepackt ist schnell, aber beim Smarti aufladen, klemmt plötzlich die Winde! Alles kein Problem sagt Manfred! Mittlerweile stehen schon ein  paar Schaulustige um uns rum, aber Manfred bleibt die Ruhe selbst und  "zack die Bohne" mit ein bisschen Olivenöl auf die Winde und es funktionierte wieder.

Punkt 10 Uhr sind wir auf der Bahn!

Da wir München hinter uns lassen wollten (LKWs vermeiden) sind wir am späten Nachmittag nahe der Stadt Gützburg auf einem Stellplatz an dem Landgasthof Waldvogel eingetroffen.

Die Übernachtung hier kostet 5 Euro, Strom kann man auch bekommen, aber den brauchen wir heute nicht mehr.

Da der Stellplatz zu dem Landgasthof gehört, werden wir natürlich unsere Küche kalt lassen und die dortige Speisekarte testen. Was wir bis jetzt gesehen haben, sieht schon mal gut aus!!

 

Wie man sieht, es lohnt sich! Geschmeckt hat es super!

Im Insektenhotel wollen wir heute nicht übernachten, wir ziehen den Bürsti vor!  Gute Nacht!

 

Dienstag, 26.04.2011

Am abgeernteten Elefantengras-Labyrint bei einer Tasse Kaffee kam die Frage auf: wo gehts jetzt hin! Kurze Diskussion, Heidelberg ist im Angebot, aber Speyer bekommt mehr Stimmen (nämlich zwei)!

Ungefähr 200 km liegen vor uns, vorbei an

 

Esslingen  - liebe Grüße an Anne & Heinz

Pforzheim - liebe Grüße an Moni & Achim

Karlsruhe - liebe Grüße an Marlis & Peter (z.Zt. in Gran Canaria)

 

4 Stunden später haben wir unser Etappenziel erreicht. Am Technik Museum haben wir einen Stellplatz gefunden.

Hier gibt es Strom,

Ver- und Entsorgung, Toiletten, Duschen, einen Brötchendienst fürs Frühstück und einen Rabatt für das Technik-Museum. Alles in allem - SUPER - !

Mit dem Fahrrad geht es dann am Rhein entlang durch den Dompark in die Altstadt von Speyer (ca. 1 Km).

Was sofort ins Auge springt ist das Weltkulturerbe der UNESCO - der Kaiserdom. Kaiser Konrad II. beschloß um das Jahr 1027 den Bau des Domes als letzte Ruhestätte seiner Familie. Vielleicht schaffen wir es morgen, einen Blick in das Innere des Doms zu werfen. Führungen gibt es i.M. leider nur Samstags.

Auf der Maximilianstraße fanden wir diesen netten Herrn - den Jacobspilger. Einer der mittelalterlichen Pilgerwege zum Grab des Apostels Jakobus d.Ä. nach Santiago de Compostela führte auch durch Speyer. Habe die Gelegenheit genutzt, mich auch schon mal bei ihm für den Pilgerweg anzumelden!

Auch auf der Maximilianstraße steht das Altpörtel. Dieses Stadttor wurde 1230 erbaut. Es gilt als einer der schönsten Türme Deutschlands. Hier wurden früher die Werkzeuge des Scharfrichters aufbewahrt. Sraffällige Frauen mussten bei bestimmten Vergehen einen eigens dazu gefertigten Stein vom Domnapf bis zu diesem Turm schleppen (1314), und wer beim Würfelspiel ertappt wurde, den schlug man hier mit Ruten zur Stadt hinaus.

Wie gut, dass unser Jahrhundert nicht so streng zu den Frauen ist!

Auf dem "Alten Marktplatz" vor dem Dom - ein Espresso- mal wieder ein Genuss!

Zurück zum Wohnmobil heißt es:

Schüssel ausfahren, Trikot anziehen und Daumen drücken für Schalke!

Mittwoch, 27.04.2011

Heute haben wir uns viel vorgenommen, den Bus haben wir gerade noch bekommen, sozusagen als "Trittbrettfahrer"! Es liegen 150.000 qm Freifläche im Technik Museum Speyer mit absoluten Sensationen vor uns.

Unser Flieger, die Boing 747-230 "Schleswig-Holstein", wartet schon auf uns. 16.374 mal hat sie schon abgehoben. Der 33 Jahre alte "Jumbo Jet" hat bis heute 4.912.200 Passagiere befördert und wird uns sicher wieder von Bord lassen.

Wieder auf dem Boden der Tatsachen, geht es jetzt unter Wasser weiter. Am Kai wartet schon das Unterseeboot U-9, Jahrgang 1966, auf uns. Da dieses U-Boot schon 174.850 Seemeilen (entspricht 8 Erdumrundungen) gefahren ist, steigen wir mutig in die Tiefe.

Trotz der Länge von 45,7 m, einer Breite von 4,6 m und einer Gesamthöhe von 9,2 m sind wir froh, wieder auftauchen zu können!

Jetzt geht es oberhalb der Wasserkante weiter. Das 1923 gebaute Boot mit einer Länge von 34 m, einer Breite von 6,3 m und einem Gewicht von 185 t kam uns irgendwie bekannt vor!

Die Kelly-Family, wer kennt sie nicht, hat ihr Hausboot 2004 dem Museum zu Verfügung gestellt.

"Standesgemäß" geht es weiter mit dem Rolls-Royce durch die 25.000 qm große Hallenfläche.

Gemäß dem Sprichwort: Schuster bleib bei deinen Leisten - legen wir den Rest des Weges mit dem Fahrrad (mit Lohmann Hilfsmotor, Bj 1952, Leistung 0,75 PS und 18 ccm Hubraum) zurück.

Am Ende der Museumsreise, hat Manfred seine liebste Maschine, Baujahr 2010, gefunden! Ja liebe Eva, es ist ein "Kärcher"!

Speyer ist immer eine Reise wert! Morgen geht es weiter, Ziel wird noch ausdiskutiert!

Donnerstag, 28.04.2011

DieAbstimmung war diesmal einstimmig! Es geht nach Rüdesheim in die Drosselgasse!

Nach ca.200 km sind wir in Rüdesheim auf dem stadtnahen Campingplatz angekommen. Der erste Eindruck - hier gefällt es uns -. Mit dem Fahrrad ist man in ca. 5 min in der Stadt.

Wir haben einen tollen Stellplatz mit Blick auf den Rhein bekommen. Aber erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Und das heißt heute: Drosselgasse, Seilbahn, in der Sonne sitzen und, und, und .......!

Unser Weg in die Stadt führte an die Brömserburg vorbei. Sie ist eine der ältesten Burganlagen am Rhein. Da sie ein Weinmuseum beherbigt, war es für keine Frage - das sehen wir uns an! Die Burg war bis 1937 bewohnt, 1941 kaufte die Stadt Rüdesheim das alte Gemäuer. Während des zweiten Weltkrieges waren dort Gefangene und später Flüchtlinge untergebracht. Nach dem Krieg wurde die Burg renoviert und ist seit 1950 Weinmuseum.

Wir bekamen über eine Audio-Führung interessante Informationen über die Burg, ihre Geschichte und den Weinbau im Rheingau, einem der bekanntesten Weingebiete Deutschlands.

Nach der Theorie, nun die Praxis und die heißt Drosselgasse.

144 m lang und liebevoll die fröhlichste Gasse genannt, bietet die Drosselgasse internationales Flair mit seinen vielen einladenden Weingärten, von Weinreben umrankten Fachwerkhäusern und einem geselligen Nachtleben.

Da es noch früh am Nachmittag ist, genehmigem wir uns nur einen kleinen Riesling in dem urigen Weinlokal "Drosselhof" in der Drosselgasse.

Nach dem Glas Riesling bin ich mutig genug, um mit in die Seilbahn zu steigen, die zum Niederwalddenkmal in -255 m Höhe - führt. 10 Minuten kamen mir wie eine Ewigkeit vor. Aber dafür war der Ausblick oben fantastisch.

Den Grundstein zu diesem Denkmal legte am 16. September 1871 Wilhelm Friedrich Ludwig (Kaiser Wilhelm der Große). Das fast 38 Meter hohe Monument ist ein Sinnbild des Zusammenschlusses aller deutschen Volksstämme. Nach sechs Jahren Bauzeit und einem Kostenaufwand von über einer Million Goldmark war das Denkmal fertiggestellt.

Zurück ging es wieder mit der Seilbahn. Über 30 Millionen Gäste wurden schon damit befördert, also war meine Angst  unbegründet ;-)

Was uns aufgefallen ist, in vielen Geschäften und Weinlokalen ist die Zweitsprache "asiatisch"!

Zurück am Wohnmobil, in der Sonne liegend, kam von Manfred plötzlich der Spruch: Deutschland hat so schöne Ecken, es muss nicht immer nur das Ausland sein!

Recht hat er!

Freitag, 29.04.2011

Liebe Jutta, wir wünschen Dir zu Deinem Geburtstag alles Liebe. Laß Dich heute schön verwöhnen und liebe Grüße an Deine Gäste! 

Die heutige Überlegung, fahren wir 5 Stunden auf dem Ausflugschiff durch das romantische Rheintal oder fahren wir 10 min auf der Fähre nach Bingen. Wir haben uns für die letzte Variante entschieden.

Es war vielleicht die falsche Entscheidung, denn nach zwei Stunden waren wir wieder auf der Fähre nach Rüdesheim. Bingen entsprach nicht unseren Vorstellungen.

Diesen etwas komisch aussehenden Gesellen haben wir an der Uferpromenade noch getroffen, aber er hat sich uns nicht vorgestellt. Wir konnten auch keine Beschreibung über ihn oder seinen Namen finden.

 

Noch ein Lächeln in die Kamera, dann geht es hinab in den Folterkeller. Dieses Museum für mittelalterliche Rechts-geschichte ist ein privat geführtes Museum und zeigt auf 1.000 qm in historischen Kellergewölben die Rechtsgeschichte des Mittelalters, sowie die Zeit der Hexenverfolgung in Deutschland. Es war sehr interessant aber auch sehr bedrückend.

Froh, in diesem Jahrhundert zu leben, brauchten wir dringend eine Stärkung - eine Rüdesheimer Winzerpfanne!

 

Drei Wochen sind schnell vergangen, morgen gehts nach Hause!

Ja liebe Eva, bereite den Kasimir schon mal auf unsere Rückkehr vor.

Samstag, 30.04.2011

Fazit:

Wir waren   - schlaflos in Würzburg,

wir haben   -  den Osterhasen am Gardasee entdeckt

wir haben   -  den Vater Rhein in seinem Bett gesehen

wir sind       - wieder gesund zuhause angekommen

wir wollen   - bald wieder "on Tour"

und das alles in 20 Tagen und 2.400 Reisekilometer!