Spuren der Kindheit

Mittwoch, 29.06.2011

Ich weiß nicht mehr, wann die Idee enstanden ist, mal nach vielen Jahren die Orte meiner Kindheit aufzusuchen. Manfred war sofort "Feuer und Flamme", das wird bestimmt spannend!

Der Wohnmobilstellplatz gefällt uns hier! Es ist alles vorhanden, was der Wohnmobilist braucht!

Da wir ganz in der Nähe von Winterswijk sind und einige Regenwolken unterwegs sind, meint Manfred: ab nach

Obelink, das Paradies für Camper!!

Welcher Camper kennt den Namen nicht?

Also los gehts dem Pfeil nach auf die Shopping route!

Eigentlich brauchte Manfred nur einen Stecker! Aber ........ !

Das Wetter wurde spät nachmittags besser. Für einen Kaffee auf dem Markt in Vreden reichte die Sonne aus. Aber es hat sich hier viel verändert, viel ist nicht geblieben, was ich noch von früher her kenne.

Zurück am Stellplatz gibt es in der Abendsonne noch ein Glas Wein.  

Donnerstag, 30.06.2011

Vreden und Umgebung ist ein Paradies für Radfahrer und Naturfreunde. Wir haben uns mit den Fahrrädern aufgemacht das Zwillbrocker Venn zu erkunden. Auf dem Weg nach Zwillbrock konnten wir gerade noch eine "Einladung" von einem netten Brautpaar abwenden.

Das Zwillbrocker Venn ist eine besondere Attraktion. Wald, Moor und Gewässer vereinen sich hier zu einem einmaligen Natur- und Vogelschutzgebiet. Hier sind über 100 Vogelarten zuhause. Wir konnten den See noch nicht sehen, aber was wir aus der Ferne hörten, waren die ca. 16.000 Lachmöven die hier ihr Brutrevier haben. hat. Gleichzeitig ist hier das nördlichste Flamingo-Brutgebiet Europas mit mittlerweile über 40 Chile-Flamingos.

 

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Barockkirche in Zwillbrock.

Am 6. Oktober 1717 wurde der Grundstein der heutigen Kirche St. Franziskus gelegt, die im Jahr 1719 oder 1720 fertiggestellt wurde. Umbauten und Erweiterungen der Kirche erfolgten in den Jahren 1765 und 1782. Im Jahr 1858 wurde sie zur Pfarrkirche einer eigenständigen Pfarrei erhoben.

Wir sind immer wieder fasziniert, mit welchem "Prunk" manch kleine "Dorfkirche" ausgestattet wurde. Die Aussenfassade wird gerade restauriert, so daß wir hiervon leider keine Fotos haben. 

Wie wir noch später erfahren sollten, hat Ludger hier als Messdiener wirken dürfen ;-)  ..... aber lang ist es her!

 

 

Gleich gegenüber der Barockkirche gibt es einen gemütlichen Biergarten mit einer "Tankstelle" für E-Bikes. Wenn wir das gewusst hätten! So blieb es nur bei einem Kaffee für uns.

Wie gesagt, die Radwege hier sind fantastisch. Auf dem Weg nach Ammeloe haben wir eine Bushaltestelle entdeckt und waren überrascht, dass wir eine eigene Haltestelle besitzen ;-)

Ammeloe ist das ältste der 5 Kirchdörfer rund um Vreden. Charakteristisch für diesen Ort ist die 1369 gegründete Dorfanlage, die ringförmig um die Kirche erbaut wurde und heute unter Denkmalschutz steht.

Zurück geht es an der Berkel entlang und um den Berkelsee zu unserem Stellplatz. 

Wir haben noch einen Überraschungsbesuch vor. Liebe Hannelore und lieber Ludger, wir waren da, aber von Euch war nichts zu sehen. Das Haus steht noch, der Garten immer noch top, aber wir geben nicht auf.

Beim zweiten Anlauf hat es geklappt! Es ist schön Euch wiedergesehen zu haben und von "alten Zeiten" und den zukünftigen Plänen und Projekten zu quatschen.

Wir hoffen, es bleibt nicht bei diesem einen Mal!! Ihr seit herzlich eingeladen.

Freitag, 01.07.2011

Nach einer ruhigen Nacht beginnt (insbesondere für Manfred) eine neue Zeitrechnung! Exakt in 365 Tagen beginnt die passive Altersteilzeit! Liebe Grüße an der Stelle an die Vollzeitbeschäftigte Eva.

Weiter geht es heute nach Ahaus (meine Geburtsstadt). Smarti ist schon verladen, ich bin gespannt!!

Gegen Mittag sind wir auf dem Wohnmobilstellplatz in Ahaus angekommen. Dieser liegt mitten in der Stadt auf dem "Kirmesplatz". Zur Innenstadt und zum Schloß sind es nur ca. 400 m.

Ich drängel ja eigentlich nie, aber als Manfred erst noch einen Kaffee kochen wollte, bevor er die Fahrräder startklar macht, wurde ich doch etwas ungeduldig. Ich war gespannt auf das Haus, wo ich geboren wurde und die ersten vier Jahre verbracht habe.

Also Manfred, Kaffee gibt es später!!

Ist schon ein eigenartiges Gefühl, hier wieder zu stehen. Das Haus hat damals mein Opa gebaut, der Garten ist fast so wie früher. Aber die Namen an der Türklingel sind mir ganz unbekannt.

Liebe Hannelore, mir ist der Straßenname wieder eingefallen.

Hovesaat

Als kleines Mädchen war ich schon fasziniert von dem Wasserschloß in Ahaus. Ich hätte damals gerne dort als Prinzessin gewohnt.

Hat sich in der Stadt auch viel verändert, aber "mein Märchenschloß" ist noch so, wie ich es in Erinnerung hatte.

Ja, das ist wirklich die Kirche in Ahaus! Von aussen wie ein Kaufhaus und von innen sieht sie aus wie eine Mehrzweckhalle (O-Ton von Manfred).

 

Seit Entstehung des Ortes Ahaus ist diese Stelle der Standort des sakralen Zentrums. Von der mittelalterlichen Kirche steht heute nur noch der Turm. Die Kirche wurde 1966 durch einen Neubau nach den Plänen des Architekten Erwin Schäfer, Köln, ersetzt.

 

Na ja, über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten, aber trefflich dikutieren!

Durch Zufall haben wir ein kleines Schulmuseum entdeckt. Die Tornister dort kamen mir sehr bekannt vor. Ausserdem gab es dort auch den original "Rohrstock" noch zu sehen.

Diesen schönen Spruch fanden wir auch in dem alten Klassenzimmer.

Der "krönende" Abschluß eines schönen Tages im Schloßcafè.

Samstag, 02.07.2011

Heute morgen gibt es das Schlemmerfrühstück im Kiepenkerl, bevor wir noch eine "Station" abfahren - die Schützenstraße - ! Lieber Paul und liebe Ulla, auf diesem Wege liebe Grüße! Wir haben Euch leider nicht angetroffen, aber eine Nachricht hinterlassen!!

So, dass solls nun gewesen sein mit der Vergangenheit! Fahrräder verladen, noch kurz den "Läppi" an, Manfreds Vorschlag - wie wäre es mit Bocholt?

Na ja, sagt mir nicht viel, aber ich stimme zu!

Gegen Mittag treffen wir am Stellplatz "Am Textilmuseum" ein. Er ist kostenlos, nur für Strom zahlt man 2 Euro für 10 Stunden. Heute werden wir faulenzen und uns treiben lassen!

Mit dem Fahrrad fahren wir an der Bocholter Aa entlang, trinken einen Kaffee in der Stadt und geniessen die wenige Abendsonne am Wohnmobil!

Unser neuer Begleiter! Wir fanden ihn einsam in einem Laden stehend! Einen Namen hat er noch nicht, aber wir werden noch einen passenden für ihn finden!

Sonntag, 03.07.2011

Trotz des kühlen und ungemütlichen Wetters, haben wir die Räder gesattelt und gemäß dem Motto "Wer rastet, der rostet", den Bocholter Aa-See umrundet. Bei schönem Wetter bestimmt eine Idylle.

Aber wir haben den Sommer noch gefunden. Dieser Anblick der Wildblumenwiese war fantastisch!

Da wir heute wieder nach Hause wollen geht es zurück zum Stellplatz. Die Fahrräder sind schnell verladen und los gehts.

Aber.... manchmal kommt es anders, als man denkt !

Unterwegs fiel uns ein Hinweisschild auf - Xanten 20 km!

Der Blick zum Beifahrer signalisierte mir: Eigentlich brauchen wir ja erst morgen zu Hause zu sein! Also, was solls, Siegfried ist ein Zwischenstop wert.

Ein Stellplatz ist schnell gefunden. Der Wohnmobil- park "Römerschlucht-Xanten" verfügt über  60 Stellplätze auf Schotter und 30 Stellplätze auf einem Nebenplatz. Zu Fuß in die Stadt sind es nur 500 m. Uns ist schon klar, dass man Xanten und die Geschichte der Stadt nicht in einem Nachmittag kennenlernen kann, aber für einen kleinen Eindruck reicht es vielleicht.

Was uns in der Stadt sofort ins Auge sticht, ist der Dom St. Viktor. Er ist der Mittelpunkt des mittelalterlichen Stadtkerns.

Leider gab es z.Zt. keine Führung, aber was wir auch so sahen, war die kostbare Innenausstattung des Doms, was vom Reichtum Xantens im Mittelalter zeugt.

Da sich immer mehr die Sonne blicken ließ, wollen wir natürlich auch noch zu Schiffsanlegestelle. Dort gibt es ein schönes Cafè, was wir von unseren früheren Motorradausflügen noch kennen. Hier hat sich nichts verändert, ausser, dass wir heute mit dem Fahrrad hier sind.

Ja Eva, morgen kommen wir nach Hause!

 

Versprochen!

Montag. 04.07.2011

Da man Versprechen halten sollte, sind wir heute wieder zu Hause angekommen. Versprochen haben wir auch, uns bald wieder in Vreden und Ahaus sehen zu lassen. Auch das wollen wir einhalten!